Ja für den Frieden und Nein zur Militarisierung

Stolpersteine putzen am Tag der Befreiung
10.5.2019: Das "Aktionsbündnis für den Frieden in Castrop-Rauxel", an dem sich auch der Friedenskreis beteiligt, erinnerte am 8. Mai, dem Tag der Befreiung, mit einer Aktion an die Opfer des NS-Regimes. Gemeinsam reinigten wir einige der Stolpersteine, die in Castrop-Rauxel an das Schicksal der Menschen erinnert, die in der Zeit des Nationalsozialismus wegen ihrer Rasse oder politischen Meinung verfolgt, ermordet, deportiert, vertrieben oder in den Suizid getrieben wurden. In einem Flugblatt, das zur Erklärung an die Passanten verteilt wurde, hieß es dazu:

Heute vor 74 Jahren, am 08. Mai 1945, endete in Europa der 2. Weltkrieg

Wir sind heute hier, um der Opfer des NS-Regimes zu gedenken. Wir säubern die Stolpersteine vor den ehemaligen Häusern der Juden in Castrop-Rauxel. Niemals dürfen sich solche antirassistischen Verbrechen wiederholen. Opfer deutscher Massenverbrechen im Kriegsverlauf waren politisch Andersdenkende, Behinderte, Sinti und Roma, Homosexuelle und Juden.
Mehr als sechs Millionen Juden wurden von den Deutschen während der Zeit des nationalsozialistischen Regimes ermordet: in "Todesfabriken" weit im Osten, in Lagern in Deutschland und von "Einsatzgruppen" hinter der Front. Die Täter standen ihren Opfern nicht immer von Angesicht zu Angesicht gegenüber. Ein gewaltiger bürokratischer Apparat half ihnen, die systematische Vernichtung zu organisieren. Für diesen in der Geschichte der Menschheit beispiellosen Völkermord steht heute ein Begriff: Holocaust.

Insgesamt lassen sich die Opfer des vom deutschen Reich angezettelten Weltkriegs nur schätzen. Man geht davon aus, dass er weltweit 60 - 65 Millionen Menschen das Leben kostete, fast die Hälfte davon Zivilisten.

Dem 2. Weltkrieg ging ein Aufrüsten der Wehrmacht seit 1935 voraus

Mit Sorge stellen wir fest, dass die weltweiten Rüstungs-ausgaben 2018 einen Spitzenwert erreicht haben. Das Friedensforschungsinstitut Sipri teilte am Montag, den 29. April in Stockholm mit, dass weltweit 1822 Milliarden US-Dollar im letzten Jahr für Rüstung ausgegeben wurde. Die USA, China, Saudi-Arabien, Indien und Frankreich haben am meisten für ihre Streitkräfte ausgegeben. Ihr Anteil entspricht 60% der weltweiten Militärausgaben. Mit Abstand blieben die USA das Land mit den größten Ausgaben für die Rüstung. Die extreme Sonderstellung der USA bei den Militärausgaben wird deutlich, wenn man sich vergegenwärtigt, dass die Supermacht mit 36 Prozent einen Anteil an den weltweiten Militärausgaben hat, der in etwa den Investitionen der acht folgenden Länder zusammengerechnet entspricht. Das wären die Länder China (14 %), Saudi-Arabien (3,7 %), Indien (3,7%), Frankreich (3,5 %), Russland (3,4 %), Großbritannien (2,7%), Deutschland (2,7 %) und Japan (2,6 %).

Ein neues Wettrüsten hat begonnen. Dagegen wenden wir uns.

Ja für den Frieden und Nein zur Militarisierung!
10.05.2019