Unter diesem Motto beteiligte sich der Friedenskreis an der überparteilichen Demonstration gegen wachsende Ausländerfeindlichkeit in unserer Stadt, die in der letzten Zeit auf verschiedene Weise ihren Ausdruck fand. Das Motto stammt aus dem Lied von Hannes Wader "Leben einzeln und frei", in dem die Strophe "Leben" ( yasamak) aus dem Gedicht "Davet" (Die Einladung) des türkischen Lyrikers Nazim Hikmet aufgenommen wird:
Leben wie ein Baum
einzeln und frei,
und brüderlich i
wie ein Wald
das ist
unsere Sehnsucht!
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14.04.2012
Der Friedenskreis Castrop-Rauxel beteiligte sich am diesjährigen Ostermarsch wieder auf der Fahrradetappe von Essen nach Bochum. Bei kaltem aber sonnigem Wetter schafften etwa 100 Personen den Weg von Essen nach Bochum, unterbrochen durch Kundgebungen in Gelsenkirchen, Herne und Wattenscheid, wo nicht nur bestens für eine Stärkung gesorgt war, sondern durch die Redner die verschiedenen Themen des Ostermarsches auch in interessanten Beiträgen aufgegriffen wurden. Besonders gefallen hat uns auch der Musikbeitrag von Pablo Miro in Gelsenkirchen.
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10.04.2012
Auch 2012 finden in der Bundesrepublik wieder die traditionellen Ostermärsche statt. Die Militarisierung der Gesellschaft hat für viele unmerklich zugenommen, die Themen liegen offen auf der Hand. Trotzdem stellt sich die Frage, ob der Ostermarsch nach 50 Jahren noch die richtige Form ist, um sie in der Öffentlichkeit zu vertreten. In den letzten Jahren hat sich gezeigt, dass die Forderungen der Friedensbewegung in den mainstream-Medien immer seltener aufgenommen und noch weniger korrekt zitiert werden. Die dezentralen Ostermärsche konnten diese Blockade bisher zumindestens in den Lokalseiten häufig durchbrechen, so dass wir auf diese Möglichkeiten nicht verzichten wollen. Dies hindert uns nicht daran, gleichzeitig nach neueren Wegen zu suchen, in der öfffentlichen Diskussion wahrgenommen zu werden wie z.B. facebook und Twitter. Der Friedenskreis Castrop-Rauxel informierte deshalb am 31.3.2012 an einem Infostand mit einem Flugblatt über die Ziele der diesjährigen Ostermärsche.
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01.04.2012
Die Bundeswehrpflicht ist ausgesetzt. Weitgehend unbekannt ist, dass trotzdem die Daten von allen, die im folgenden Jahr volljährig werden, von den Meldeämtern an die Bundeswehr weitergegeben werden. Allerdings hat jeder ein Widerspruchsrecht gegen diese Meldung, die auch im Nachherein noch wieder gelöscht werden kann.
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25.02.2012
Syrien ist in eine tiefe Krise geraten. Teile der Bevölkerung waren nicht mehr bereit, die zunehmende Verschlechterung der sozialen Situation und die fehlende politische Einflußmöglichkeiten hinzunehmen. Daraus erwuchsen Proteste und Konflikte, die inzwischen zum Spielball im Kampf um regionale und globale Machtpositionen wurden. Sollten dabei die Vertreter einer militärischen Durchsetzung ihrer Interessen die Oberhand gewinnen, werden die ersten Opfer aus der syrischen Bevölkerung kommen, aber auch eine Eskalation des Nahost-Konfliktes mit unkalkulierbaren Folgen ist nicht ausgeschlossen.
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19.02.2012
Am 28.1.2012 warnte der Friedenskreis Castrop-Rauxel bei seinem monatlichen Infostand mit einem Flugblatt vor der wachsenden Kriegsgefahr im Nahen Osten und erinnerten an die mediale Vorbereitung des Überfalls auf den Irak, der in der heutigen Berichterstattung über den Iran seine Parallen hat. Obwohl die damals heraufbeschworene Gefahr durch Massenvernichtungswaffen niemals bestätigt werden konnte und sich als Lüge erwiesen hat, wird nun in gleicher Weise auf eine atomare Bedrohung aus dem Iran hingewiesen, für die es ebenfalls bisher keinen Beweis gibt, um die geostrategischen Interessen der westlichen Länder unter der Führung der USA durchzusetzen: sich den "Größeren Mittleren Osten" von der Türkei bis Pakistan mit seinen Energiereserven wirtschaftlich gefügig zu machen.
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29.01.2012
Die Informationsstelle Militarisierung (IMI) e.V. hat eine neue Broschüre über die Militarisierung der Vereinten Nationen herausgebracht: "Die Architektur der Welt ändert sich dramatisch, das muss sich auch in der Arbeit der Vereinten Nationen widerspiegeln." Diese Worte ließ Außenminister Guido Westerwelle verlauten, kurz bevor Deutschland am 1. Juli 2011 zum ersten Mal den Vorsitz im UN-Sicherheitsrat übernahm. Dessen Reform ist in der Debatte um die UN gegenwärtig eines von zwei bestimmenden Themen. Das zweite Thema ist die so genannte Schutzverantwortung (Responsibility to Protect, R2P). Tatsächlich haben sich die UN bereits auf dramatische Weise verändert: Die Welt ist von einem neuen Militarismus ergriffen und so auch die UN. "
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15.12.2011
Der Friedenskreis wünscht allen Lesern zum Jahreswechsel ein gutes Weihnachtsfest, ein paar ruhige Tage zur Erholung und neuen Schwung für das nächste Jahr. Auch wenn sich zur Zeit keine größeren gesellschaftlichen Bewegungen gegen die zunehmende Militarisierung entwickeln, werden wir weiter Zeichen setzen gegen Krieg und Gewalt, gegen Rüstung, Rüstungsexport und Militärintervention. Die Ankündigung der Bundesregierung, für den Abzug der Kampftruppen aus Afghanistan bis Ende 2014 "zusätzliche Kräfte zu benötigen" und nach dem sogenannten Abzug der Nato noch etwa 15.000 Soldaten unter Nato-Befehl im Land zu lassen, machen deutlich, dass von einem Ende des Krieges in Afghanistan keine Rede sein kann.
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14.12.2011
Am 6.12. charakterisierte die Pressesprecher des Bundesausschusses Friedensratschlag die offizielle Afghanistan-Konferenz als Schaulaufen, das ein "Gegengeschäft" zum beiderseitigen Vorteil öffentlichkeitswirkam präsentieren sollte: die Aufrechterhaltung der Selbstbereicherung des Karsai-Regimes auf der einen - die militärische Dauerpräsenz der NATO auf der anderen Seite. Am gleichen Tag bedankte sich in Kabul die Regierung artig mit der Privatisierung und Ausschreibung für die Erschließung von Gold- und Kupfervorkommen und verspricht besondere Sicherheitsmaßnahmen für die Exploration und Erschließung der Vorkommen.
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11.12.2011
Vor dem Beginn der zweiten Afghanistan-Konferenz auf dem Petersberg beteiligte sich der Friedenskreis Castrop-Rauxel an den Aktionen der Friedensbewegung gegen die Fortsetzung des Krieges. Am Samstag demonstrierten trotz Regen und Wind etwa 4500 Menschen für den sofortigen Abzug der Bundeswehr aus Afghanistan. Am Sonntag wurde auf einer internationalen Konferenz unter Beteiligung verschiedener ziviler afghanischer Gruppen über nicht militärische Lösungsstrategien diskutiert und eine Abschlußerklärung formuliert. Selbst in die offizielle Konferenz konnte der Protest hineingetragen werden: drei Linke-Abgeordnete entrollten ein Transparent mit der Forderung nach Truppenabzug.
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06.12.2011
Prof. Margot Käßmann ist die neue Schirmherrin der bundesweiten Kampagne gegen Rüstungsexporte "Aktion Aufschrei - Stoppt den Waffenhandel." Aktuell wendet sich das Bündnis von über hundert Organisationen gegen den geplanten Export von 200 Kampfpanzern des Typs Leopard 2 nach Saudi-Arabien. Langfristiges Ziel ist ein grundsätzliches Verbots des Waffenhandels durch ein wirkungsvolles Rüstungsexportgesetz. Hier können Sie die Regierung auffordern, das mörderische Geschäft zu stoppen! Unterzeichnen Sie den Appell der Organisation campact.de
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21.11.2011
Wenige Wochen vor dem neuen Petersberg-Gipfel informierte der Friedenskreis Castrop-Rauxel noch einmal über die Pläne der NATO, die 10 Jahre nach der ersten Petersberg-Konferenz das Scheitern ihrer Strategie verhüllen sollen, und rief zur Teilnahme an den Gegenaktionen der Friedensbewegung auf.
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13.11.2011
Nichts ist stabil in Afghanistan. Die NATO-gestützte Regierung ist korrupt, Opium stammt auch nach 10 Jahren Antidrogenkrieg zu 90% aus Afghanistan, nach einem aktuellen UN-Bericht hat sich die Sicherheitslage mit über 2000 "Vorfällen" im Monat dramatisch verschlechtert und die Zahl der zivilen Opfer nimmt weiter zu. Ein wirksamer Aufbau im Land ist dabei unmöglich, Arbeitslosigkeit und Hunger wachsen. Auf einem neuen NATO-Gipfel in Petersberg soll im Dezember über "Friedensperspektiven" für Afghanistan diskutiert werden. Die Friedensbewegung wird deshalb vom 3. bis 5. Dezember mit einem Gegengipfel in Bonn gegen diese Eskalationstrategie protestieren.
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27.10.2011
In einer ersten Stellungnahme zu den Terroranschlägen vom 11.9.2001 fragte der Bundesausschuss des Friedensratschlags: Wann endlich begreifen die Politiker, die jetzt wieder nach mehr Rüstungsausgaben, Waffen und Militär verlangen, dass Sicherheit erst dann gegeben ist, wenn die Sicherheit des Anderen gewährleistet ist? Dass Sicherheit heute nicht mehr nur militärisch, sondern vor allem sozial, kulturell, ökonomisch und politisch begriffen werden muss? Dass Sicherheit letztlich eine Frage der Gerechtigkeit ist?″ Das ist bis heute unverändert richtig.
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11.09.2011
Ignoriert von den Medien wurde am Antikriegstag in der Altstadt daran erinnert, dass die Erfahrungen von Faschismus und Krieg in der Forderung mündeten: "Nie wieder Krieg!" Mit der musikalischen Unterstützung von Peter Rollkes Liedern gegen den Krieg ging der Friedenskreis Castrop-Rauxel der Frage nach, was aus diesem Gelöbnis und Verfassungauftrag geworden ist. Anschließend beteiligten wir uns an einer Gedenkveranstaltung des DGB am Mahnmal für die Opfer des Faschismus.
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04.09.2011
Zur voraussichtlichen Übernahme der Regierungsgewalt in Libyen durch Rebellenverbände erklärten die Sprecher des Bundesausschusses Friedensratschlag, Lühr Henken und Peter Strutynski, in einer ersten Stellungnahme:
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27.08.2011
66 Jahre nach den verheerenden Atombombenabwürfen über Hiroshima (6. August) und Nagasaki (9. August 1945) fanden in Deutschland über 70 Veranstaltungen statt, um an die Oper zu erinnern und auf die weiter bestehenden atomaren Gefahren hinzuweisen. Der Friedenskreis Castrop-Rauxel beteiligte sich mit einem Infostand am 6.8.2011 vor der Lambertuskirche.
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07.08.2011
Nach Regierungsangaben aus Libyen wurden bei den NATO-Angriffen, die vorgeblich dem Schutz der Zivilbevölkerung dienen sollen, bislang mehr als 1000 Personen getötet und über 4000 verletzt. Diese Zahl erscheint nicht unwahrscheinlich: seit Ende März führte die NATO nach eigenen Angaben fast 16700 Lufteinsätze durch und macht zunehmend zivile Einrichtungen zu "zulässigen und notwendigen militärischen Zielen", um dort Regierungstruppen zu treffen. Diese Kriegshandlungen sind durch die UNO-Resolution zur Einrichtung einer Flugverbotszone schon lange nicht mehr gedeckt.
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29.07.2011
Im Mai wurden vier deutsche Soldaten in Afghanistan getötet und ein Dutzend weitere verletzt. Damit erhöhte sich die Zahl der seit 2001 getöteten Bundeswehrsoldaten auf 49. Die weit größere Zahl der Verletzten und psychisch Erkrankten (PTBS) wird vom Verteidigungsministerium nicht mitgeteilt. Etwa 60 000 Menschen sind im Afghanistankrieg insgesamt ums Leben gekommen, darunter mindestens 20 000 Zivilisten. Der Friedenskreis Castrop-Rauxel forderte bei einem Infostand am 18.6.2011 deshalb erneut, durch einen Truppenabzug die Eskalationsspirale zu durchbrechen.
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19.06.2011
Am 21.5.2011 ist der Krieg in Libyen aus den Mainstreammedien bereits wieder verschwunden, obwohl die NATO inzwischen in eklatanter Weise das UNO-Mandat überschreitet und ihre Ziele mit den Methoden durchsetzen will, die sie Gaddafi vorwirft: mit militärischer Gewalt, die zivile Opfer in Kauf nimmt. Der Friedenskreis Castrop-Rauxel stellte in einem einem Flugblatt an einem Infostand die Doppelmoral dieser Politik in Frage.
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23.05.2011
Anlässlich der Vorstellung der Bundeswehrreform und neuer Verteidigungspolitischer Richtlinien durch Verteidigungsminister Thomas de Maizière warnt die Friedensbewegung vor Militärinterventionismus und Militarisierung. Peter Strutynski und Lühr Henken erklären in einer ersten Stellungnahme:
- Die Bundeswehr wird kleiner, aber teurer
- Neue Verteidigungspolitische Richtlinien sehen Wirtschaftskriege vor.
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18.05.2011
Der lange Ostermarsch
Widerspruch gegen Datenweitergabe an die Bundeswehr
"AUSDRUCK"
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